Der Winter in der Bienenkiste

Nach der Oxalsäurebehandlung kurz vor Weihnachten habe ich die Anweisungen aus dem Buch „Die Bienenkiste“ strikt befolgt und die Kiste unangetastet gelassen. Ein Mäusegitter habe ich natürlich angebracht, damit die kleinen Nager nicht auf die Idee kommen, sich bei meinen Bienen einzunisten. Da ich das Flugloch weiter eingeengt hatte, habe ich nur ein kleines Stück engmaschigen Maschendrahtzaun benötigt. Blöd halt, dass ich keinen mehr hatte und eine ganze Rolle kaufen musste im Baumarkt.

Meinen Bienen scheint es soweit gut zu gehen. Durch meine massive Bauweise – sprich die dicken Holzwände – funktioniert bei mri die Klopfprobe nicht. Man soll ja beim Klopfen an die Bienenkiste ein Aufbrausen hören, wenn alles in Ordnung ist. Bei mir war nie etwas zu hören.

In der ersten Januarwoche dann wurde es etwas wärmer und prompt lagen viele tote Bienen vor der Kiste, auf dem Flugbrett und hinter dem Mäusegitter. Das habe ich 3 Tage lang jeden Tag beseitigt. Vor allem ist es wichtig, dass die toten Bienen hinter dem Mäusegitter wegkommen und das Flugloch frei ist. Ich habe das mal als gutes Zeichen gewertet, da die Bienen im Inneren meiner Bienenkiste offenbar am Aufräumen waren. Es musste also noch Leben in der Kiste stecken.

Tote Bienen im Januar

Einen Tag war es sogar leicht sonnig. An diesem Tag flogen ein paar Bienen ein und aus. Sie sind nicht weit weggeflogen, sondern haben sich vielmehr eingeflogen, wie das Jungbienen tun. Wahrscheinlich wollten sie sich mal die Bienen vertreten (oder die Flügel) und etwas Wasser holen.

Draußen krabbelnde Bienen und erste Flugversuche waren immer mal wieder im Januar zu beobachten, wenn die Temperaturen über 5 °C geklettert sind. Das kam bei uns dieses Jahr selten vor. Und Regen gabe es auch wieder viel. Genauso wie Sturm. Ich muss mir für den nächsten Winter ein neues Dach bauen, weil meine Welldachkonstruktion trotz schwerer Steine und Balken auf dem Dach oft weggeflogen ist. Ein paar Schrauben sollten hier helfen.

Bei Facebook berichten die ersten von groß angelegtem Flugbetrieb. Andere wiederum haben noch gar nichts gehört oder gesehen. So ist das regional unterschiedlich. Wo es schon etwas Sonne gibt, sind die Bienen aktiver. Leider regnet es hier seit Tagen. Aber Sorgen um sein Bienenvolk macht sich jeder Anfänger. Wird mein Volk den Winter überleben? Aber ich habe im Herbst alles getan, was man tun kann. Milbenbekämpfung, Fütterung, etc. Jetzt sind die Mädels auf sich allein gestellt. Die Frage ist jetzt: Wer ist zuerst zu Ende? Der Winter oder das eingelagerte Futter?

Wir werden es erfahren und ich werde davon berichten. Auf jeden Fall werde ich dieses Jahr mit einer zweiten Bienenkiste starten. Diesmal habe ich mich für einen Bausatz entschieden. Davon werde ich als nächstes berichten.

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