6 Gründe für den lebendenden Weidenzaun

Lebende Weidenzäune sind die beste Alternative zu langweiligen Hecken, Büschen und Maschendraht – oder Stahlmattenzäunen. Sie sind einfach selber zu machen, werten Ihren Garten auf und machen Sie zum Gespräch der Nachbarschaft.

Wie kommt man auf einen Weidenzaun?

Der lebende Weidenzaun im dritten Jahr
Lebende Weidenzäune sind leicht selbst gemacht und schnell blickdicht.

Nachdem wir in 2017 mit dem Hausbau fertig waren, kam die Frage nach einer geeigneten „Einfriedung“, also einem Zaun oder einer Hecke auf. Wir schauten uns nach den Möglichkeiten um. So spricht zum Beispiel das Nachbarschaftsrecht in NRW von einer „Ortsüblichen Einfriedung“. Doch was ist das? Wir schauten uns um, was es alles schon in der Nachbarschaft gab:

  1. Sichtschutzwände
  2. Hecken
  3. Stahlmattenzäune
  4. Maschendrahtzaun

Ein befreundeter Gärtner meinte: „Pflanz doch einfach Weide!“. Okay. Weide kannte ich bislang nur als Baum. Aber als Hecke? Google gefragt und ein paar schöne Beispiele gefunden. Aber irgendwie hat nie so richtig jemand beschrieben, wie man selber einen Weidenzaun macht und wie das Endprodukt aussieht. Das will ich hiermit ändern.

Was spricht also für den lebenden Weidenzaun?

6 Gründe für einen Weidenzaun

1. Der Weidenzaun ist stabil

Der Weidenzaun kurz nach der Erstellung
Der Weidenzaun kurz nach der Erstellung

Die Weidenruten bilden wurzeln und sind somit ohne weiteres Zutun stabil. Dadurch, dass die Ruten in meinem Fall miteinander verflochten wurden, gab dies zusätzliche Stabilität. Bereits im ersten Jahr haben die Kinder unseren Zaun unabsichtlich auf die Probe gestellt. Er hielt Fußbällen stand. Einmal warf sich unsere Kleine sogar dagegen, was er mühelos aushielt. Bei großen Kindern wäre ich da etwas vorsichtiger.

 

2. Der Weidenzaun ist individuell

Schauen Sie Sich einmal in der Nachbarschaft um: Welche Zaunarten sind da vertreten? Ganz sicher ist da kein selbst gemachter Weidenzaun dabei.

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3. Der Weidenzaun ist lebendig

Käfer im Weidenzaun
Käfer im Weidenzaun

Das ganze Jahr über tummeln sich die unterschiedlichsten Insekten am Weidenzaun. Leider sind auch ein paar Schäflinge dabei, was der Zaun aber problemlos abkann. Unsere Kinder haben sich am meisten über die Marienkäferlarven gefreut. Weniger begeistert war meine Frau über die Kreuzspinne, die dann auch gleich wieder ausziehen durfte. Warten wir mal ab, ob der Weidenzaun im zweiten Jahr blüt und welche Insekten sich dann dort einfinden.

Die Insekten haben natürlich wiederum Vögel angelockt, die dort Futter und Sitzplatz gefunden haben.

Schlussendlich ist der Weidenzaun selber eine lebende Pflanze, mit einer eigenen Fauna, die unseren Garten bereichert und nicht nur eine „grüne Wand“ darstellt wie es zum Beispiel bei einer Hecke der Fall ist.

4. Der Weidenzaun ist pflegeleicht

Der Weidenzaun ist extrem pflegeleicht. Er ist einfach selber zu  pflanzen. Ab und zu muss man mal zu lange Äste abschneiden, aber ansonsten wächst er ohne weiteres zutun. Anfangs muss man ihn gut wässern, aber später ist die nur noch an besonders heißen Tagen nötig. Dann natürlich nur in den Abendstunden, wenn es sich etwas abgekühlt hat.

5. Der Weidenzaun ist schnell

Hecken brauchen manchmal Jahre, bis die kleinen Pflanzen auf eine entsprechende Höhe gewachsen sind. Oder man muss viel Geld in bereits große Pflanzen investieren. Der Weidenzaun ist bereits im ersten Jahr grün und weitestgehend blickdicht.

Auch das Errichten ist Ruck-Zuck geschehen. Innerhalb weniger Stunden steht der Weidenzaun. Man benötigt keine größeren Maschinen, muss keine tiefen Löcher graben oder gar Sockel betonieren. Eine Anleitung finden Sie hier.

Im dritenn Sommer ist der Wiedenzaun dicht gewachsen, stabil und absolut blickdicht

 

6. Der Weidenzaun ist günstig

Je nachdem, wie man an die Weidenruten kommt, kann der selbst gemachte Weidenzaun sogar kostenlos sein. Aber auch, wenn man die Ruten kaufen muss, ist er immer noch deutlich günstiger als herkömmliche Zäune oder Hecken. Ich habe für meine 15 Meter Zaun Materialkosten unter 200 € gehabt. Man muss keine Firma damit beauftragen, den Weidenzaun zu erreichten. Die Arbeitsschritte sind hier beschrieben und von jedermann zu erledigen.

Wenn Sie nun auch begeistert vom Weidenzaun sind, dann finden Sie die Anleitung hier…

Der lebende Wiedenzaun nach genau 2 Jahren
Der lebende Weidenzaun nach genau 2 Jahren

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3 Kommentare

1 Ping

    • Corinna Siebert on 11. September 2019 at 19:00
    • Antworten

    Hallo!
    Tolle Idee und sieht gut aus! Aber werden die einzelnen bewurzelten Triebe im Boden nicht irgendwann selbst zu kleinen Bäumen? Wie tief reichen die Wurzeln? Können damit im Erdreich liegende Wasser- oder Gasleitungen beschädigt werden?
    Freue mich auf eine Antwort, will ja auch bald beginnen mir einen Zaun zu bauen;-)
    LG
    Corinna

    1. Hallo Corinna,
      ja, natürlich bilden die kleinen Bäume ein Wurzelwerk. Und das nicht unerheblich. Dadurch ist die Hecke ja auch stabil. Ob sie auch Rohre durchdringen können, kann ich dir nicht sagen. Aber auch unter meinem Weidenzaun liegen Abwasserrohre. Noch sind dei Wurzeln zwar viele, aber dünn. Neulich habe ich mal einen an anderer Stelle ausgegraben. Im Übrigen gibt es in meiner Nachbarschaft Buxhecken, die nun wegen des Zünslers weg müssen. Das Wurzelwerk ist auch nicht zu unterschätzen.
      Jetzt mit dem Weidenzaun zu beginnen kann ich nicht empfehlen, weil die Wachstumsphase im Frühjahr ist. Ableger, die ich im Sommer gesetzt habe, sin dnicht angewachsen. Lieber noch etwas warten!
      Viele Grüße
      Nils

    2. Hallo,
      ich habe eben mal eine Rute ausgebuddelt, die ich hinterm Haus gepflanz hatte. Die Wurzeln waren nur horizontal gewachsen und jetzt nach vier Jahren waren es knapp 10, die allesamt dünner als 5 mm waren.
      Viele Grüße
      Nils

  1. […] 6 Gründe für den lebendenden Weidenzaun […]

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