Varroakontrolle mit der Puderzuckermethode in der Bienenkiste

Da wir einen sehr heißen Sommer hatten, kam eine Behandlung mit Ameisensäure vor Anfang August nicht in Betracht. Also habe ich erst Mitte August die erste Kontrolle gemacht und dann Anfang September erneut.

Vorbereitung

Laut Buch braucht man für die Puderzuckermethode einen geeigneten Schüttelbecher. Kann man selbst bauen. Challenge accepted! Also erstmal nach geeigneten Eimerchen gesucht. Natürlich bin ich bei meinem Lieblingsversandhaus Amazon fündig geworden. Habe gleich 10 bestellt. Das war pro Stück gerechnet günstiger und wer weiß, wofür man sie noch brauchen kann. Also erstmal hatte ich noch ein Stück Fliegengitter da. Damit habe ich angefangen. Mit dem Cutter ein Loch in den Deckel geschnitten, mit Heißkleber das Fliegengitter eingeklebt und nochmal ins Buch geschaut. Mist. Die Maschenweite war zu klein. Also habe ich mir im Baumarkt ein Metallgitter (gab es bei Obi neben den Schrauben, wo es die Bleche gibt) besorgt. Hatte genau die richtige Maschenweite. War etwas doof zu schneiden, da ich nur einen Seitenschneider habe. Aber ging schon. Also habe ich einen neuen Deckel aufgeschnitten (jetzt habe ich noch acht) und das Gitter eingeklebt.

Materialien

Was benötigt man für die Varroakontrolle mit der Puderzuckermethode?

Natürlich die Basisausrüstung plus etwas Kleinkram:

  • Schutzkleidung
  • Smoker
  • Bienenbesen
  • Stockmeißel
  • Edelstahldraht
  • Küchenwaage
  • Den Schüttelbecher
  • Puderzucker
  • Esslöffel
  • Weiße Schüssel
  • Ein Glas mit Wasser

Die Kontrolle mit der Puderzuckermethode

Laut Buch soll man 50 g Bienen in den Becher bekommen. Wie viele Bienen sind 50 g? Keine Ahnung. Natürlich geht es auch mit mehr oder weniger. Man muss nur umrechnen. Also wurde zunächst der Becher gewogen.

Man soll die Bienen in eine Kiste abstoßen vom Bodenbrett. Und dann aus der Kiste in den Becher umfüllen. Leider hat das meinen Bienen keiner gesagt. Beim Abstoßen auf dem Boden sind die meisten gleich weggeflogen. Also habe ich sie beim zweiten Mal direkt vom Bodenbrett in den Eimer gefegt. Das gin einfacher. Wenngleich mit den gleichen Verlusten. Ich hatte jeweils nur 25 g im Becher. Naja. Soll ja auch mit weniger gehen. Beim ersten Mal haben sich noch viele Bienen an der Kiste gesammelt. Die habe ich dann gleich mit in den Becher gefegt. Deswegen waren es mehr. Bei Facebook schrieb jemand, man solle sie mit Wasser einsprühen, damit sie nicht auffliegen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Puderzuckermethode mit nassen Bienen so toll funktioniert.

Leider konnte ich begleitend nicht so viele Fotos machen, da ich schnell arbeiten wollte, wegen der ganzen Wespen. Auch dazu werde ich noch etwas schreiben müssen. Ich habe gleich die Kiste wieder zu gemacht und an Ort und Stelle gestellt. Dann ging es weiter mit den Bienen im Becher. Drei Esslöffel (Bei 50 g Bienen) gesiebten Puderzucker hinzugeben. Beim Einfüllen durch das Gitter wird er gleich noch einmal gesiebt.

Drei Minuten stehen lassen und dann eine Minute vorsichtig rausschütteln in die weiße Schüssel. Das klappt ganz gut, wenn man mit etwas Gefühl schüttelt. Ab und zu mal den Becher drehen, damit sich kein Puderzucker unterm Rand sammelt.

Danach dann erstmal die Bienen zurück in die Kiste. In den Honigraum. Erstaunlicherweise können die Bienen noch fliegen. So ein wenig aus wie bei Dawn of the Flying Dead. Überall bleiche Bienen.

Nun ein glas Wasser in die Schüssel und zählen. Da ich nicht wirklich wusste, wie diese Milben nun aussehen, habe ich gegoogelt. So richtig brauchbare Fotos habe ich keine gefunden. Das auf der Bienenkistenseite ist gut, hat aber eine schlechte Auflösung, so dass man es auch wieder nicht erkennt. Am Ende habe ich feststellen müssen, dass ich bei der Ersten Kontrolle keine Varroen hatte (bzw. die Bienen) und bei der zweiten zwei. Also keine Notwendigkeit zur Behandlung. Da es schon September ist, gehe ich mal davon aus, dass ich auch nicht mehr behandeln muss dieses Jahr. Also werde ich euch davon erst im nächsten Jahre berichten könnnen.

Falls also wieder mal jemand vor dem Problem stehtt, eine Varroamilbe zu erkennen, ich habe mal Fotos gemacht. Sogar mit Größenvergleich.

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